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Rückblick: Diskussion mit Mittelständlern und Startups in Krefeld


Obwohl Krefelds Startup-Szene manchmal im Schatten der großen Nachbarstädte steht, ist ein hohes Interesse von Mittelständlern und Gründern zum Austausch direkt spürbar. Commerzbank Standortleiter Kai Küpper begrüßte am 25. September ca. 20 Mittelständler zur #openspace Lounge im frisch fertiggestellten K2 ZEIT.RAUM der Firma Jagenberg AG. Hier treffen sich historische Vergangenheit und Gespräche über „Zukunft = Digitalisierung“.

Hausherr Herr Dr. Bröker als Geschäftsführer der Jagenberg AG blickte zurück auf über 150 Jahre industrielle Firmengeschichte. Zudem spannte er den Bogen für die Zukunft: Historie verpflichtet, dennoch ist stetige Innovation für eine Firma existenzsichernd. Jagenberg ist darüber hinaus nicht nur in Startups investiert, sondern bietet Startups zudem im K2 Basecamp Arbeitsfläche und mittelständisches Know-How. Der Bezug zur Firma ist hierbei kein Muss, vielmehr geht es um Schaffung einer Standortattraktivität Krefelds für junge Gründer und beidseitige Inspiration von Arbeits- und Denkweisen.


Die Firma Triclap als ansässiges Startup ist so ein Beispiel. Gründer Josua Waghubinger erkannte den Wunsch nach Gesellschaftsspielen - auch in einer Welt, wo das Internet allgegenwärtig ist. Die junge Firma entwickelt „Pen & Paper“ Rollenspiele für Smartphones. Dies geschieht in schnellen Iterationszyklen in der Entwicklung und im Prototyping. Interessierte Spieler werden eng mit Feedback eingebunden, in Entwicklung und stetiger Weiterentwicklung. Neben dem Spiel an sich, entstehen jedoch beiläufig weitere Anwendungsfälle außerhalb des originären Zwecks. Beispielsweise kann ein anonymes Fragespiel (als App) von Coaches in Workshops genutzt werden, um ehrliche Teilnehmereinschätzungen zu erfahren. Stichwort Gamification im Business Kontext.

Im nächsten Vortrag referierte der #openspace Geschäftsführer Joachim Köhler über Chancen von Geschäftsmodellen in der digitalen Zukunft. Der deutsche Mittelstand ist sehr stark im Entwickeln neuer Technologien, auch im digitalen Kontext. Wohingegen bspw. die USA stark im Erfinden neuer Geschäftsmodelle mit Unterstützung digitaler Technologien sind. Studien zeigen, dass Deutschland hier noch deutliche Potenziale heben kann. Die Commerzbank Tochter #openspace glaubt an die Transformationskraft der deutschen Unternehmen und ihren Willen, diese Transformation eigenständig zu gestalten. Im Gegensatz zu klassischen Beratungsgesellschaften zeichnet #openspace das Credo „Hilfe zur Selbsthilfe“ aus. Kunden werden mit innovativen Methoden befähigt, ihr Geschäftsmodell in der digitalen Welt anders zu denken und weiterzuentwickeln. Dass Digitalisierung Chefsache ist und dass sich das Unternehmenshandeln stets am Kundenmehrwert ausrichten sollte, waren Kernbotschaften des Vortrags, was Herr Köhler mit Praxisbeispielen aus den #openspace Workshops verdeutlichte.

Zu guter Letzt teilte „Intrapreneur“ Georg Schmidinger seine Erfahrungen der Entwicklung des Startups gini, dessen Kernkompetenz die Extraktion strukturierter Informationen aus unstrukturierten Daten ist. Anders als bei der klassischen Organisationsstruktur arbeiten bei gini kleine Projektteams (Unternehmer im Unternehmen), welche sich eigenständig organisieren und halbjährig für Budget beim Unternehmens-Investment-Kommittee pitchen.

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion aller Referenten bewegte viele Teilnehmer, wie Mittelständler neu Mitarbeiter erhalten und diese zu innovativer Denkweise anregen können. Hierzu herrschte Einigkeit, dass ein Unternehmen eine klare Vision für die digitale Zukunft haben sollte.

Nach vielen neuen Impulsen und einem offenen Austausch zwischen Referenten und Teilnehmern sowie untereinander klang die Veranstaltung beim Fingerfood-Lunch aus.


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