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Digitalisierung ist mehr als ein NGO-Kommunikationskanal - Bericht Workshop Kindernothilfe e. V.


Am 17. April fanden sich Führungskräfte und Mitarbeiter der Kindernothilfe e. V. im kirchlichen Mülheimer Tagungszentrum „Die Wolfsburg“ für einen Kurzworkshop zur Potenzialnutzung digitaler Themen unter Leitung von #openspace ein.


#openspace ist die Digitalisierungsplattform der Commerzbank mit dem Ziel, Führungskräften und Mitarbeitern mittelständischer Unternehmen zu ermöglichen, ihre digitale Zukunft selbständig zu entwickeln. #openspace bietet darüber hinaus Zugang zu einem umfassenden Netzwerk an Digitalisierungs- und Technologie-Experten sowie zu Start-ups.


Die Kindernothilfe ist ein gemeinnütziger Verein, welcher seit nun fast 60 Jahren mit Unterstützung von Spendern und ehrenamtlichen Unterstützern für den Schutz und die Förderung von Kindern und Jugendlichen weltweit einsetzt. Dabei findet die Projekt- und Advocacyarbeit der Kindernothilfe unter der Vision „Kindern zu ihren Rechten zu verhelfen“ unter der direkten Beteiligung der Kinder statt.


Genau wie Wirtschaftsunternehmen sind auch NGOs mit den Herausforderungen der digitalen Welt und insbesondere sich verändernden gesellschaftlichem Kulturwandel konfrontiert. Die Kindernothilfe hat hierzu bereits ein Innovationsteam ins Leben gerufen. Oft wird Digitalisierung bei Spendeninstitutionen jedoch bisher nur im Bereich von modernen Kommunikationskanälen genutzt, um Begeisterung für die eigene Arbeit bei diversen Stakeholdern zu erzeugen. Im Workshop wurde in aktiver Diskussion ein Verständnis über verschiedene Möglichkeiten der Digitalisierung hergestellt. Als übergeordnetes Ziel stand immer die Frage, wie kann die Kindernothilfe die Digitalisierung nutzen um die Arbeit effizienter zu gestalten, die Hilfsorganisationen besser miteinander zu vernetzen und Informationen noch transparenter und zugänglicher zu machen.


Ferner wurden einige vorhandene und spontan neu aufgekommene Ideen diskutiert. Beispielsweise wurde das bereits ausgearbeitete Plattformkonzept mit verschiedenen Fragestellungen konfrontiert und konstruktiv weitergedacht, u. a. für wen, mit welchem Inhalt sowie Technisches bei der Umsetzung. Schließlich existiert eine hohe Komplexität prozessualer Natur, hat die Kindernothilfe doch mit fast zwei Millionen geförderter Kinder in 697 Projekten in 33 Ländern zu tun. Insbesondere die Zielinteressentendefinition wurde anhand von Personas intensiv unter den Teilnehmern diskutiert. Letztendlich müssen parallel diverse Interessensgruppen wie unterschiedliche Spendercharaktere, vielseitige Partnerorganisationen und natürlich die hilfsbedürftigen Kinder beachtet werden. Die Kunst ist es, mit der individuell richtigen Botschaft die unterschiedlichen Interessenten dauerhaft zu erreichen und sich vom „Spendermarkt-Wettbewerb“ zu differenzieren.

Wie bespielt man u. a. ein erfolgreiches Netzwerk im digitalen Kontext und wie nimmt man Mitarbeiter sowie Führungskräfte mit auf die Reise in die digitale Zukunft? Die #openspace Kollegen konnten ihre Erfahrungen aus anderen Projekten -wenn auch primär unternehmerischer Form- sowie aus Projekten der #openspace Digitalisierungs- und Innovationspartner mit der Kindernothilfe teilen. Am Ende des Tages stand die Erkenntnis, dass trotz vollem Tagesgeschäft regelmäßig der Freiraum für Gedanken zur innovativen Weiterentwicklung der eigenen Organisation notwendig ist. Der erste Schritt ist gemacht und die Teilnehmer nahmen Inspirationen und Ideen mit, welche nun weiterentwickelt werden.

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